Die Najad 34 liegt längsseits an einem Holzsteg, dahinter hohe Weiden in der Abendsonne

Najad 34

Baunummer 11, gebaut 1973 auf der schwedischen Insel Orust

Ein frühes Schiff aus einer langen Serie

Die Najad 34 ist ein Fahrtenboot mit Mittelcockpit und Achterkajüte, gezeichnet von Olle Enderlein und gebaut in glasfaserverstärktem Kunststoff. Dieses Schiff trägt die Baunummer 11 und lief 1973 vom Stapel, im zweiten Jahr der Serie.

Mit sechs Tonnen Verdrängung, langem Kiel und einem Ruder am Skeg ist sie für ruhige, sichere Reisen gebaut, weniger für schnelle Wenden. Das ursprüngliche Rigg ist einem Mast von Seldén mit Rollgroß gewichen, das sich vom Cockpit aus setzen und reffen lässt.

Baujahr
1973
Baunummer
11
Konstrukteur
Olle Enderlein
Werft
Najadvarvet, Kungsviken
Rigg
Seldén mit Rollgroß

Die Maße am Riss

Seitenansicht und Decksumriss im gleichen Maßstab. Der Bug zeigt nach rechts, wie in Enderleins Zeichnung von 1971.

Länge über alles
10,45 m
Länge in der Wasserlinie
8,40 m
Breite
3,15 m
Tiefgang
1,60 m

Der Riss ist eine vereinfachte Nachzeichnung zur Orientierung, kein Konstruktionsplan.

Seitenriss und Decksumriss der Najad 34 mit Hauptmaßen Länge über alles 10,45 Meter, Wasserlinie 8,40 Meter, Tiefgang 1,60 Meter, Breite 3,15 Meter. Wasserlinie 8,40 m Länge über alles 10,45 m 1,60 m Tiefgang Breite 3,15 m

Technische Daten

Angaben zu Baunummer 11. Werte mit dem Zusatz „Typ“ stammen aus den allgemeinen Daten der Najad 34 und sind an diesem Boot nicht nachgemessen.
Länge über alles10,45 m (34 ft)
Länge in der Wasserlinie8,40 m Typ
Breite3,15 m
Tiefgang1,60 m Typ
Verdrängung6.000 kg Typ
Ballast2.500 kg Typ
Segelfläche am Windca. 50 m² Typ
TakelungTopp-Slup
RiggSeldén, Rollgroß
RumpfGFK
Kiel und Ruderlanger Flossenkiel, Ruder am Skeg
AufteilungMittelcockpit, Achterkajüte
MotorNanni 4.220 HE, Diesel

Rigg von Seldén mit Rollgroß

Das Großsegel wird nicht aufs Baumende gefiert und aufgetucht, sondern senkrecht in den Mast gerollt. Setzen, Reffen und Bergen geschehen über Leinen vom Cockpit aus, in jeder beliebigen Stufe.

Für ein Fahrtenboot mit kleiner Crew ist das ein spürbarer Gewinn: Niemand muss bei Seegang an den Mast. Der Preis ist ein Segel ohne waagerechte Latten und mit etwas weniger Fläche im Achterliek.

Getakelt ist die Najad 34 als Topp-Slup. Vorstag und Achterstag greifen am Masttopp an, die große Genua liefert einen guten Teil des Vortriebs.

Mast und Rollgroß der Najad 34

Von Enderleins Zeichentisch nach Kungsviken

Olle Enderlein (1917–1993) gehörte zu den prägenden schwedischen Yachtkonstrukteuren seiner Zeit. Den Segelriss der Najad 34 datierte er auf den 15. Juni 1971 und überarbeitete ihn bis 1974 mehrfach.

Auf dem Blatt nennt er das Boot einen „Motorseglare“ und notiert 10,24 m Länge, 8,00 m Wasserlinie und 3,05 m Breite bei knapp 47 m² Segelfläche. Die gebauten Schiffe fielen etwas größer aus.

Gebaut wurde die Najad 34 bei Najadvarvet in Kungsviken auf Orust, einer Insel an der schwedischen Westküste mit langer Bootsbautradition. Von 1972 bis 1980 entstanden rund 350 Boote. Baunummer 11 gehört damit zu den ersten.

Originaler Segelriss der Najad 34 im Maßstab 1:40 mit handschriftlichen Flächenberechnungen
Segelriss von Olle Enderlein, 1971. Sjöhistoriska museet, Stockholm (1996:10:419:2), über Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Bilder